Jede Tasse Kaffee beginnt ihre Reise als grüne Bohne auf einer Kaffeeplantage.
Aber was passiert eigentlich in der Rösterei? Wir nehmen dich mit hinter die Kulissen
unserer Hamburger Rösterei und erklären, wie aus grünen Bohnen dein Lieblingskaffee wird.
Die grüne Bohne: Rohstoff mit Potenzial
Bevor der Kaffee in die Rösttrommel kommt, ist er grün und riecht eher nach Gras
als nach dem Kaffee, den wir kennen. In diesem Zustand können sich die Aromen, die später
so vielfältig schmecken, noch nicht entfalten. Die grünen Bohnen sind stabil und können
monatelang gelagert werden - anders als gerösteter Kaffee, der schnell an Frische verliert.
Der Röstprozess: Wo Magie entsteht
Bei Temperaturen zwischen 180 und 240 Grad Celsius beginnt die Verwandlung.
Die Bohnen verlieren Wasser, verdoppeln fast ihr Volumen und bekommen ihre typisch
braune Farbe. Entscheidend ist der sogenannte "First Crack" - ein hörbares Knacken,
das an Popcorn erinnert. In diesem Moment brechen die Zellstrukturen auf und die
Aromen werden freigesetzt.
Unsere Röstung: Traditionell in der Trommel
Wir setzen auf traditionelle Trommelröstung. Dabei werden die Bohnen schonend
in einer sich drehenden Trommel geröstet - anders als bei Heißluftröstungen, wo die
Bohnen "schweben". Die Trommelröstung dauert länger (15-20 Minuten), gibt den Bohnen aber mehr Zeit, ihr volles Aroma zu entwickeln. Das Ergebnis: ein komplexerer,
vollerer Geschmack.
Röstgrade: Von hell bis dunkel
- Helle Röstung (City Roast): Fruchtige, säurebetonte Noten, ideal für Filterkaffee
- Mittlere Röstung (Full City): Ausgewogen mit Karamell- und Schokoladennoten
- Dunkle Röstung (French Roast): Kräftig, ölig, wenig Säure - perfekt für Espresso
Frische ist alles
Nach der Röstung braucht der Kaffee 1-3 Tage, um zu "degasen" - Kohlendioxid
entweicht, das bei der Röstung entstanden ist. Danach beginnt das optimale Trinkfenster,
das etwa 4-6 Wochen anhält. Deshalb rösten wir in kleinen Chargen und versenden
frisch geröstet - für den besten Geschmack in deiner Tasse.